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CLS N°13 - An Economy Without Prices

Wie funktioniert die "Wirtschaft ohne Preise"? Unsere Wirtschaft braucht es den Aufbau einer zukunftsfähigen Versorgung.

Event /
September 30, 2020
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September 30, 2020 18:30
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18:30
21:30
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COKREA
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Munich
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Wie funktioniert die "Wirtschaft ohne Preise"?

Unsere Wirtschaft versagt angesichts des sich beschleunigenden Klimawandels,Artensterbens und wachsender sozialer Ungleichheiten. Deshalb braucht es eineDeshalb braucht es den Aufbau einer zukunftsfähigen Versorgung. BeimGemeinschaftsgetragenen Wirtschaften gelingt das, indem sich Konsument*innenund Produzent*innen regelmäßig an einen Tisch setzen und ihre Versorgungzusammen organisieren. Sie bestimmen, wie produziert wird. Sie legen Standardswie faire Löhne und eine ökologische Produktionsweise fest. Sie tragen gemeinsamdas Risiko, indem die laufenden Kosten eines Jahres durch Beiträge derMitglieder gedeckt werden. Die Produkte und Dienstleistungen werden nicht mehrfür einen Marktpreis verkauft, sondern gezielt auf die Bedürfnisse derMitglieder hin produziert und verteilt. Dieser Zusammenschluss führt u.a. zufinanzieller Sicherheit für die Anbietenden und ermöglicht ihnen, mehr Wert aufökologische und soziale Aktivitäten zu legen.

 

Von Community Supported Agriculture (CSA) zu GemeinschaftsgetragenemWirtschaften (CSX)

Die Idee der Community Supported Agriculture (dt.: SolidarischeLandwirtschaft/Solawi) ist der Ausgangspunkt für diese innovative Form desWirtschaftens und funktioniert nach dem Prinzip “Kosten und Ernte teilen”: EineGruppe von Menschen bildet eine Gemeinschaft und legt die gesamten laufendenKosten eines landwirtschaftlichen Betriebs auf alle Mitglieder um. DiesesPrinzip lässt sich aber auch auf andere Bereiche übertragen – von einemgemeinschaftlich getragenen Gesundheitszentrum über Energieversorgung,Handwerk, Gastronomie und kreative Dienstleistungen bis hin zu Anbieter*innenvon Freizeitaktivitäten. Community Supported Agriculture (CSA) wird also zuCommunity Supported X. Deshalb sprechen wir von CSX.

Additional Links

GEMEINSCHAFTSGETRAGENESWIRTSCHAFTEN

SOLAWIGENOSSENSCHAFTEN

KARTOFFELKOMBINAT- DER VEREIN

LINKEDINSIMON SCHOLL

LINKEDINFLORIAN KOCH

Speaker

Simon Scholl + Florian Koch

Simon Scholl

Managing Director at Kartoffelkombinat – der Verein e.V., Munich

Für Simon Scholl sollte mit dem Aufbau des Münchner Kartoffelkombinats (KK),der ersten genossenschaftlich organisierten Solidarischen Landwirtschaft inDeutschland, eine Art Blaupause und damit auch ein weiterer Ausgangspunkt fürsozial-ökologische Transformation entstehen.

Nach über sieben Jahren als geschäftsführender Vorstand der KK eG, war fürihn Anfang 2019 ein guter Zeitpunkt gekommen, die operative Verantwortung fürdie Genossenschaft abzugeben, um die nächsten Entwicklungsschritte ins Visierzu nehmen. Mit seinem wachsenden Engagement über den Münchner Tellerrand hinausmerkte er schnell, dass sich die Solawi-Bewegung im Moment sehr dynamischentwickelt. Er begann in einem Homepage-Projekt die wichtigen Erfolgsprinzipien-und strategien für Solawi-Genossenschaften zusammenzutragen und für diebreitere Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Gleichzeitig gewinnt durch dieAnwendung dieser innovativen Wirtschaftsweise in anderen Bereichen die Bewegungder Gemeinschaftsgetragenen Wirtschaftsweise weiter an Vielfalt und Größe.Simon Scholl ist der festen Überzeugung, dass die Idee der SolidarischenLandwirtschaft eine der vielversprechendsten Ausgangspunkte für auch größergedachte, zukunftsfähige und resiliente Wertschöpfungsräume ist.

Florian Koch

Organizational Consultant and PhD Student at Friedrich Schiller UniversityJena

Seit vielen Jahren setzt sich Florian Koch tiefergehend mit Fragen derNachhaltigkeit und der gesellschaftlichen Transformation auseinander. Er arbeitetein der internationalen Entwicklungszusammenarbeit in Lateinamerika, ergänztediese Erfahrungen mit einem wissenschaftlichen Aufbaustudium in ÖkologischerÖkonomie und fand anschließend seinen Weg in die Solidarische Landwirtschaft.Als Projektleiter war er im Kartoffelkombinat für verschiedene partizipativeProzesse der Organisationsentwicklung zuständig und engagiert sich in derSolidarischen Landwirtschaft und im Bereich GemeinschaftsgetragenesWirtschaften als Berater, Vortragender, Facilitator und Mitgärtner. Darüberhinaus promoviert er im Fach Soziologie an der Universität Jena zu denBedingungen gelingender sozial-ökologischer Transformationsprozesse.

Florian Koch ist es ein besonderes Anliegen Theorie und Praxis miteinanderzu verbinden, um vielversprechende Wege im Labyrinth der Transformation hin zueiner lebenswerten und zukunftsfähigen Gesellschaft zu finden.Gemeinschaftsgetragenes Wirtschaften ist für ihn einer dieser Wege, den es sichlohnt weiterzugehen, um zu schauen wo er hinführt.

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